Batanes (Norden)
Die Batanes-Inseln an der nördlichen Spitze der Philippinen sind ein fast vergessenes Fleckchen Erde und ein Ort von mystischer Schönheit. Batanes ist eine der isoliertesten und kleinsten Provinzen der Philippinen, ein Archipel aus mehreren winzigen Inseln 680 Kilometer nördlich von Manila.
Der Batanes-Archipel besteht aus einer Meeresfläche von rund 4.500 Quadratkilometern und ist zwischen dem Pazifischen Ozean und dem Südchinesischen Meer gelegen. Ausgangspunkt zu einer Entdeckungsreise der Batanes-Inseln ist der Ort Basco, nur 45 Flugminuten von Manila entfernt.
Batanes ist so entlegen und friedlich, dass die Einheimischen berichten, die Polizei würde hier eher gegen die Langeweile als gegen das Verbrechen kämpfen. Die Natur der sieben Inseln der Provinz ist rau und ursprünglich, Kultur und Brauchtum sind reich und einzigartig. All dies macht den Charme der Batanes-Inseln aus, so dass sie zu einem der beliebtesten Ziele des Landes geworden sind.
Der Batanes-Archipel ist berühmt für seine Architektur mit den regionstypischen Kalksteinhäusern, die mit ihren dicken Mauern und Stroh gedeckten Dächern Behaglichkeit ausstrahlen. Auch die Leuchttürme – sowohl die neuen als auch die alten – inmitten einer unberührten Natur aus sanften Hügeln bezaubern den Besucher. Aus ihren luftigen Höhen kann man gleichzeitig auf den Pazifik und das Südchinesische Meer blicken.
Durch jahrelange Abgeschiedenheit haben sich auf den Batanes-Inseln eine sehr eigenständige Flora und Fauna entwickeln können. Im Jahr 2003 begonnen Bestrebungen, den Batanes-Archipel auf die UNESCO-Liste der Weltkulturerbe zu bringen.
Verschiedene Organisationen, allen voran die Batanes Heritage Foundation Inc. (BHFI), sind darum bemüht, die Wirtschaft in der Region zu fördern, aber gleichzeitig das kulturelle Erbe zu bewahren und den hier lebenden Menschen, den Ivatans, die negativen Effekte des Tourismus zu ersparen. Die Antwort liegt in ökokulturellen Tourismusprojekten.
Bei der Erschließung von Batanes wird die Förderung des Tourismus nur in Einklang mit der Erhaltung und dem nachhaltigen Schutz der Natur betrieben. Man ist bestrebt, die Touristen in dieses Konzept mit einzubeziehen. Sie sollen sich der Natur nicht nur bewusst werden und sie schätzen lernen, sondern aktiv beitragen zu ihrer Erhaltung und Entwicklung. Auf diese Weise sind Touristen nicht bloß Zuschauer und die Einwohner nicht nur Statisten und Artefakte.
Es gibt insgesamt etwa 1.200 traditionelle Häuser auf den Batanes-Inseln, von denen ein gutes Drittel Teil des Restaurierungs- und Erhaltungsprojektes wird. Die meisten davon befinden sich in den Städten Sabtang, Itbayat, Uyugan, Ivana und Mahatao.
Es wurden eine Reihe von Programmen konzipiert. Dazu zählen die Restaurierung regionstypischer Häusern und deren Umbau zur Nutzung als Unterkunft sowie Kunsthandwerkszentren und das Angebot von so genannten “Voluntourism” (= Freiwilligen Tourismus)-Programmen an Schulen, bei Verbänden und bei Naturliebhabern. Ziel ist es, die Natur mit innovativen Touristenpackages (darunter auch einheimische Heilmethoden, Wellness, archäologische Exkursionen, Foto- und Kunst-Workshops, Yoga-Kurse) zu bewahren.
Bildnachweis: Philipp. Fremdenverkehrsamt, Foto: tobias-hauser.de
Batanes (Norden)